„Arbeitswelt 4.0 – Wie sich unsere Jobs verändern“

BFC Impuls Villach – 21.02.2017

Fotos von der Veranstaltung.

Zu Beginn stellte die Moderatorin, Frau FH Prof.in Dr.in Ursula Liebhart die 4-D Trends der Arbeitswelt vor, die auch als Grundlage für den weiteren Abend diente und Basis für die Diskussion mit den beiden Impulsgeberinnen, Dr.in Sandra Gruber, Diakonie de la Tour und MMag.a Dr.in Monika Kanatschnig, Hill Management, war.

Digitalisierung

Wo ist die Digitalisierung in Organisationen und in der Personalarbeit bereits spürbar? Führungskräfte (FK) sind gefordert, in komplexerer und unvorhersehbarer Zeit Veränderungsbereitschaft zu zeigen. Mitarbeiter sollten von FK in das jeweilige Thema mitgenommen werden. Kultur und Freiräume schaffen. Auch Architektur kann ein „Miteinander“ verhindern, wenn z.B. auf in jedem Stockwerk einer Firma eine eigene Teeküche ist, dann kommunizieren nur noch die MA im gleichen Stockwerk miteinander. FK sind angehalten, ihre Einstellung und Haltung zu reflektieren, Veränderungen mit zu tragen und zu gestalten, Nutzen zu erkennen und „loslassen von Altem“ lernen.

Mitarbeiter sollten besser geschult werden im Umgang mit Daten, Sensibilisierung in Richtung Cybercrime und Cybersecurity.

Wie gehe ich sicher mit meinen Daten um? (Cloud, etc.)
Unternehmen sind zu wenig darauf vorbereitet. Die IT erfordert eine permanente Weiterentwicklung und Wartung, neue Serverlösungen und keine Insellösungen, sondern work flow.

Digitale Kompetenz als neue Berufsgruppe?

Neues Unternehmertum (Start Ups) holend sich externe Mitarbeiter als Experten. Es entstehen neue a-typische Beschäftigungsverhältnisse mit flexiblen Stundenaufteilungen – je nach Lebensphase. Angestrebt ist keine 100% Anstellung in einem Unternehmen, sondern z.B. 25 Stunden angestellt, 10 Stunden freiberuflich und 3,5 Stunden für die eigene Weiterentwicklung und Karriereaufbau.

Im Pflegebereich gibt es bereits erste Erfahrungen mit Roboter Henry. Der ist total beliebt bei den Klientinnen, jedoch wird es hierzu eigene Schulungen für das Personal geben müssen, wie künftig das Zusammenwirken zwischen Mensch und Maschine stattfinden soll.

Künftige Berufsbilder:

42% der derzeitigen Berufe wird es nicht mehr geben – dazu zählen: Steuerberatung, Buchhaltung – jene Berufe, die man durch Algorithmen ersetzen kann.

Dafür werden sich die vorhandenen Berufe weiterentwickeln und aus den alten werden neue entstehen. Es wird künftig auf jeden Fall Transformatoren von Mensch zu Maschine und vice versa geben. Durch eine prognostizierte Überalterung der Bevölkerung werden wir verstärkt persönliche Dienstleiter benötigen: Kinderabholdienst, Taxi-Besorgungsdienst, Haus- und Gartenarbeiten, Begleitung zu Veranstaltungen, …

Unsere Gesellschaft ist auch gefordert sich zu überlegen, in welchen Bereichen sie die Digitalisierung haben möchte und wo nicht.

Trotz zunehmender Digitalisierung haben die Menschen ein tiefes Bedürfnis nach menschlicher Zuneigung. Zudem kommt, dass Unternehmen ihr Know-how gerne im Haus behalten möchten und so eine MA-Bindung eingehen. Diese geht bei Digitalisierung oft verloren.

Was bedeutet „Digitale Kompetenz“?

1) Informations- und Datenkompetenz: Um Informationsbedürfnisse zu artikulieren, digitale Daten, Informationen und Inhalte zu lokalisieren und abzurufen. Um die Relevanz der Quelle und ihres Inhalts zu beurteilen. Zum Speichern, Verwalten und Organisieren von digitalen Daten, Informationen und Inhalten.

2) Kommunikation und Zusammenarbeit: Interaktion, Kommunikation und Zusammenarbeit durch digitale Technologien unter Berücksichtigung der kulturellen und generationenorientierten Vielfalt. Teilnahme an der Gesellschaft durch öffentliche und private digitale Dienste und partizipative Staatsbürgerschaft. Um die digitale Identität und den Ruf zu bewältigen.

3) Erstellen digitaler Inhalte: Erstellen und bearbeiten von digitalen Inhalten. Verbesserung und Integration von Informationen und Inhalten in ein bestehendes Wissen, um zu verstehen, wie Urheberrecht und Lizenzen angewendet werden sollen und wie man verständliche Anweisungen für ein Computersystem gibt.

4) Sicherheit: Zum Schutz von Geräten, Inhalten, persönlichen Daten und Datenschutz in digitalen Umgebungen. Zum Schutz der körperlichen und psychischen Gesundheit und der Kenntnis der digitalen Technologien für soziales Wohlergehen und soziale Eingliederung. Um sich der Umweltauswirkungen der digitalen Technologien und ihrer Verwendung bewusst zu sein.

5) Problemlösung: Ermittlung von Bedürfnissen und Problemen sowie die Lösung von konzeptionellen Problemen und Problemsituationen in digitalen Umgebungen. Digitale Werkzeuge nutzen, um Prozesse und Produkte zu erneuern, um mit der digitalen Evolution auf dem Laufenden zu bleiben.

In der Weiterbildung sind wir noch hinten nach, wir bilden Menschen aus für Bereiche, die wir gar nicht mehr brauchen. Hier ist dann stark die Eigen- und Selbstverantwortung eines jeden gefordert.

Diversität

Die Geschlechterverteilung wird interessanter. Unternehmen holend sich die Kompetenzen ins Haus, die sie noch nicht haben. Ein weiteres Thema ist die Generationenvielfalt. Führungskräfte brauchen mehr Beziehung zum einzelnen Mitarbeiter – individualisiertes Eingehen auf den Menschen. Es entstehen neue interkulturelle Dimensionen.

Dynamisierung

Breit gefächertes Angebot an „Teilzeit“- Varianten, Homeoffice, etc. Hier kommst es auch sehr stark auf die jeweilige Unternehmenskultur an.

Arbeitswelt 4.0

Business Frauen Center

Den Termin finden Sie hier.

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