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„…It’s hot, it’s new…“ oder: … alt: Lohndumping, neu: Unterentlohnung….

Fast 99% aller in Österreich tätigen Arbeitnehmer sind von kollektivvertraglichen Mindestlöhnen erfasst. Die Kontrolle inländischer Arbeitgeber durch die Behörden ist beinahe lückenlos gegeben.

Der Begriff „Lohndumping“ bedeutete seit 01.05.2011 hohe Strafen für Arbeitgeber, die den kollektivvertraglichen Grundlohn unterschritten. Zum Grundlohn zählte zwar schon bisher der Überstundengrundlohn – nicht aber Sonderzahlungen, Zuschläge, Zulagen und sonstige Entgeltbestandteile. Das hat sich jetzt aber geändert.

Seit 01.01.2015 macht sich strafbar, wer weniger als das nach Gesetz, Verordnung oder Kollektivvertrag zu stehende Bruttoentgelt (unter Beachtung der Einstufungskriterien bezahlt). Die Ersetzung des Grundlohns durch den umfassenderen Entgeltbegriff bedeutet eine erhebliche Verschärfung: damit ist jegliche Entgeltunterschreitung strafbar und nicht mehr nur eine gravierende Unterentlohnung.

Strafbar macht sich ein bereits grob fahrlässiger Arbeitgeber. Der Strafrahmen pro Arbeitnehmer beträgt zwischen € 1.000 bis € 10.000.

Welche Möglichkeiten der Strafnachsicht gibt es?

  1. Der Arbeitgeber zahlt seinem Arbeitnehmer vor einer Erhebung durch die Behörden das gebührende Entgelt nach. ODER
  2. Dem Arbeitgeber ist leichte Fahrlässigkeit vorzuwerfen.

ODER

  1. Die Überschreitung ist gering UND die Differenz wird nachgezahlt.

Inländische Arbeitgeber müssen bei sonstiger Strafe Kontrollorganen Einblick in die Unterlagen gewähren, die zur Beurteilung der korrekten Entlohnung erforderlich sind

–zum Beispiel Arbeitszeitaufzeichnungen – und diese auf Verlangen auch übermitteln.

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Mag.a Ingrid Gritschacher (BFC Expertin&Vorstand)
Grischu GmbH

 

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