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Lösungsorientiert für die Klienten im Einsatz

„Der Besuch beim Anwalt ist wie der Besuch beim Zahnarzt. Ich bin froh, wenn ich das nicht brauche“. Diesen Satz hörte ich bei Rechtsberatungen immer wieder. Der Besuch beim Anwalt hat für Personen immer wieder einen negativen Beigeschmack und wird als unangenehm empfunden.

Diese Ansichten sind überholt und entsprechen nicht mehr dem modernen Rollenbild des Anwalts. Aufgabe des Rechtsanwalts soll es sein, nicht die Probleme in den Vordergrund zu stellen, sondern Lösungskompetenz zu beweisen und dem Mandanten Möglichkeiten aufzuzeigen, sein Recht bestens durchzusetzen. Dazu gehört insbesondere, vorliegende Sachverhalte rechtlich zu analysieren und festzustellen, ob bei Streitigkeiten eine einvernehmliche, außergerichtliche Lösung noch möglich ist oder gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Auch gehört es zu den wesentlichen Aufgaben des Anwalts, dem Klienten offen zu kommunizieren, wenn rechtliche Schritte nicht erfolgversprechend sind.

Bei Streitigkeiten setze ich mich mit vollem Engagement für meine Mandanten ein, erkläre aber auch offen, wenn Rechtsansichten unrichtig oder Erfolgsaussichten gering sind. Meist ist auch der wirtschaftliche Zugang zu beachten und zu prüfen, ob im Sinne einer „Kosten-Nutzen-Rechnung“ eine gerichtliche Verfolgung des Anspruchs zielführend ist oder nicht doch allenfalls die Durchführung einer Mediation zu einer rascheren Lösung führt, die auch den Wünschen des Mandanten entspricht.

Insbesondere bei Vertretungen von Unternehmen ist der „Kosten-Nutzen-Faktor“ wesentlich, um zu beurteilen, welche rechtlichen Schritte man setzt. Immerhin kann auch eine schlussendlich zwar erfolgreiche, aber jahrelange gerichtliche Auseinandersetzung den gewünschten Erfolg, beispielsweise eine Zahlung nicht garantieren, insbesondere wenn die gegnerische Partei insolvent wird.

Zu beobachten ist, dass die Frage, welchen Aufwand man betreiben muss, um zu seinem Recht zu kommen, in familienrechtlichen Auseinandersetzungen meist völlig untergeht. Hier wird nicht nur der pekuniäre Kostenfaktor unberücksichtigt gelassen, sondern werden Streitigkeiten zwischen Eltern oder Ehegatten meistens am Rücken derer ausgetragen, die es eigentlich zu schützen gilt, der Kinder. Besonders in jenen Bereichen, in denen die Eltern emotional noch in der Trennungsphase verhaftet und andere, als sachliche Argumente bedeutsam sind, ist die Beiziehung eines Rechtsanwalts von wesentlicher Bedeutung. Gerade in diesen sensiblen familiären Rechtsstreitigkeiten gilt es, Lösungen zu finden, um auch nach Abschluss eines allfälligen Gerichtsverfahrens die Begegnung der Eltern auf Augenhöhe und Gespräche miteinander zu ermöglichen. Leider gibt es aber gerade auch in diesem sensiblen Lebensabschnitt Standeskollegen/-innen, die ohne Rücksicht auf Verluste prozessieren und zum Schluss nur gegenseitige Anschuldigungen/Verletzungen übrig bleiben. Eine Akzeptanz zwischen den Eltern ist in derartigen Fällen nur mehr schwer möglich.

Bereits in meinen ersten Jahren als Anwältin erkannte ich, dass zahlreiche Streitigkeiten vor Gericht auf Missverständnisse zwischen Parteien zurückzuführen waren, die nicht aufgetreten wären, hätte man beispielsweise vor Vertragsabschluss über diese Punkte gesprochen. Es war mir daher ein Anliegen, mich im Bereich der Vertragsgestaltung weiterzubilden und beschloss ich in den Jahren 2017/2018 berufsbegleitend ein postgraduate Studium an der Universität Krems zu absolvieren. Seit meinem ausgezeichneten Abschluss konnte ich bei der Vertragserrichtung zwischen Parteien bereits oftmals Punkte aufzeigen, die niemand beachtet hatte und die möglicherweise in der Abwicklung des Vertrages zu Unstimmigkeiten geführt hätten. Man wird als Vertragserrichter niemals alle Eventualitäten berücksichtigen können. Wer hätte vor zwei Jahren bei Erstellung eines Mietvertrages daran gedacht, dass wir mit einer Pandemie konfrontiert sein werden? Dennoch sollte es das Ziel sein, allenfalls bereits getroffene, unklare Regelungen zwischen den Vertragsparteien aufzuzeigen und Lösungsvorschläge anzubieten.

Der Besuch beim Anwalt kann nur dann unangenehm sein, wenn man zu spät rechtliche Beratung in Anspruch nimmt. Erkennt man jedoch früh genug die Notwendigkeit, einen Rechtsbeistand beratend beizuziehen, können viele – auch kostenintensive Streitigkeiten – verhindert werden. Dies gilt sowohl für die allgemeine Vertragserstellung (beispielsweise beim Bau eines Hauses oder bei Abschluss eines Mietvertrages), als auch besonders im familiären Bereich (Errichtung von Partnerschafts- oder Eheverträgen).

Mit vollem Engagement und Ehrlichkeit für meine Mandanten da zu sein, ist mein Credo und versuche ich dies auch stets bestmöglich umzusetzen.

Mag.a Kornelia Kaltenhauser, LL.M.
FINK + PARNTER Rechtsanwälte