Im Normalfall sind wir 40 Jahre im aktiven Berufsleben eingebunden. Wir verbringen damit 72.000 Stunden unseres Lebens MIT unserem TUN. Nicht eingerechnet die Zeit, in der wir uns gedanklich mit unserem Job beschäftigen.

Für den Artikel habe ich mich eingehend mit dem Monatsjournal „brand eins“ und vielen Motivationsbüchern beschäftigt. Allen ist gemein: nur Menschen, die bewusst und mit Freude handeln, werden Erfolg haben.

Was ist Erfolg?

Erfolg kann überall erreicht werden: im Sozialwohl, in der Kunst, in der Wirtschaft, in der Forschung oder Beratung, im Sport und in der Familie. Jede Einzelne von uns hat die Chance, eigene Kriterien für ihren Erfolg zu definieren. Erfolg steht und fällt mit den eigenen Erwartungen.

Was steht am Anfang?

„Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit damit, dass Sie das Leben eines anderen leben“.

Steve Jobs

Frau muss sich nicht so verhalten, wie man(n) es von ihr erwartet. Lass dich in kein Schema pressen. Das bedeutet aber nicht, dass wir dazu männlicher, als Männer werden müssen: Erfolg muss (auch) fraulich sein. Finde heraus, was in dir steckt, und tue es mit aller innewohnenden Leidenschaft. Lass dich nicht vom Weg abbringen, höre jedoch auf die Anregungen deines Umfelds.

Es bedeutet auch Rückschläge nicht zu ignorieren oder zu verleugnen, sondern ziehe wichtige Lehren für den künftigen Erfolg.

Akzeptiere Fehler daher als Ressource persönlichen Wachstums, frei nach dem Motto: „Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen“

Was bringt mich meinen Zielen näher?

Viele stecken sich große Ziele, und verzagen dann, wenn nicht gleich alles klappt. Setze dir erreichbare und messbare „Etappenziele“, halte dir aber immer das große Ziel vor Augen. Hole dir Mitstreiter, die dich unterstützen, sei es mental und/oder finanziell. Suche dir Rat bei Menschen, die bereits Erfolg haben. Werde zum Business-Querdenker: denn in der eigenen Branche findest du keine coolen Ideen.

Anja Förster führt in ihrem Buch aus, dass Benchmarking und Best-Practices in der eignen Branche immer nur der magere Versuch sind, die eigene Ideenlosigkeit zu kaschieren. Und weiter:

„Es ist ein alter und dennoch wahrer Spruch: Kein Unternehmen übertrifft seine eigenen Erwartungen. Wenn Manager meinen, dass ihre Firma 5 bis 10 Prozent Wachstum erwirtschaften kann, dann wird auch genau das der Fall sein. Maximal. Wenn Manager der Meinung sind, dass die Branche stagniert, dann werden sie auch ihr Unternehmen nicht vorwärtsbewegen. Die eigenen Überzeugungen und Glaubenssätze bestimmen immer die Obergrenze der Möglichkeiten. Sie sind selbsterfüllende Prophezeiungen. Radikale Innovatoren setzen sich deshalb auch maßlose, ja tollkühne Ziele. Das ist gesunder Größenwahn.“

Anja Förster

Kurzum: „sei realistisch, versuche das Unmögliche“. Dazu kann sich frau – unter anderem – Anregungen aus dem edition brand eins, 4. Jahrgang Heft 13 -Artikel „Vorbilder“ holen.

Für mich als Beraterin war und ist immer wichtig, den anderen zu verstehen, mich zuerst in die Lage des anderen zu versetzen, seine/ihre Ziele und Motivationen zu verstehen, um dann die maßgeschneiderten Vorschläge zu erarbeiten. Empathie ist ein Baustein zum Erfolg.

Lust als Antriebfeder

Der Weg zum Erfolg ist nicht immer mit Freude verbunden; oft erfordert es zähes Durchhalten.

Deshalb vergiss nicht deine Erfolge zu feiern: auch deine (Teil-)Erfolge sind lustvoll zu genießen. Belohne dich für deine Erfolge, sei es mit einem langen Spaziergang oder einem schönen Essen… was immer dir guttut. Aber halte dir immer dein großes Ziel vor Augen … vielleicht schon morgens auf dem Spiegel, an dem ein Bild DEINES Ziels hängt?

Für Fortgeschrittene

Gerate aber auf alle Fälle nicht in die Falle, dich auf deinem Erfolg von gestern auszuruhen. Der amerikanische Leadership-Experte Warren Bennis sagte:

„Selbst erfolgreiche Unternehmen können sich in Zukunft zugrunde ruinieren, wenn sie weiterhin so vorgehen wie in der Vergangenheit“.

Warren Bennis

Deshalb etabliere ein Radarsystem zur Wahrnehmung anstehender sozialer und technologischer Veränderungen deiner Umwelt.

Meine Mutter hat im Jahre 1951 unsere Kanzlei gegründet und war Vorreiterin in der Datenverarbeitung. Die dafür notwendige „Maschine“ wog 1,5 Tonnen; Ersatzteile dafür gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr.

Standardisierte Abläufe sind daher keine Errungenschaft der Jetztzeit. Digitalisierung ist heute für uns state of the art. Cloud Computing und softwaregestützte Kollaborationslösungen sind die Schlagworte der Gegenwart. Was aber immer bleibt ist die persönliche Beratung auf Augenhöhe.

Auf zur Zweitkarriere

Hat man erst einmal Erfolg, „von dem anfangs dachte, dort warte ein anderes, leichteres, interessanteres Leben, stellt man bald fest, dass es keinesfalls einfacher wird – oben bleiben ist auch Arbeit. Denn Erfolg ist flüchtig.“ (entnommen aus dem Text von Peter Lau, aus brand eins Heft 1, Januar 2014)

Erfolgreiche Unternehmerinnen, wie auch Künstlerinnen, müssen daher ständig auf der Suche nach Neuerem, Besserem sein. Dies kann, ja muss mit Freude und Lust geschehen.

Es gibt kein Ausruhen auf dem Erreichten.

Wenn frau das verinnerlicht, macht dieser Prozess des ständigen Erneuerns, gleich eines Baumes im Frühling, Lust und hält uns jung – geistig wie körperlich – und führt zu weiteren Höhepunkten auf der Erfolgsleiter. Das hat der französische Politiker Jean Jaurès (1859-1914) schon erkannt, indem er ausführte:

„Tradition bedeutet nicht die Anbetung der Asche (sprich Vergangenes), sondern die Kunst das lodernde Feuer weiterzugeben“.

Jean Jaures

Für die langjährig erfolgreichen Frauen unter uns daher der Tipp: Sprecht nicht über Vergangenes, sondern sucht Erfolg in der Gegenwart.

Über die Autorin:

Mag. Annemarie Pippan, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin

Als geschäftsführende Gesellschafterin der Pippan & Partner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatung in Villach, bin ich Teil eines hoch motivierten Teams, das unseren Mandanten mit Rat und Tat zur Seite steht. Um ihnen auch über die Grenzen hinaus beistehen zu können, sind wir Mitglied von UHY International, einem international agierenden Netzwerk.

Mit 23 Jahren wurde ich zur jüngsten Steuerberaterin Österreichs bestellt und übernahm die, im Jahre 1951 von meiner Mutter gegründeten Steuerberatungskanzlei.

Darauf folgten:
– die Vereidigung zum Wirtschaftsprüferin.
– die Prüfung zur Finanzstrafrechtsexpertin
– die Prüfung zur Verfahrensrechtsexpertin und
– Prüfung zur Immobilienrechtsexpertin

In der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer arbeite ich im Fachsenat für Sozialversicherung mit; leiste Berufskollegen finanzstrafrechtlichen Beistand; bin Mitglied der Prüfungskommission für Steuerberater in Kärnten und unterrichte an der Fachhochschule in Villach werdende Berufskollegen. Zudem halte ich laufend Vorträge und bin österreichische Verantwortliche des österreich-/italienischen grenzüberschreitenden Steuerberater-Kongresses.

Ich bin mit einem deutschen Wirtschaftsprüfer verheiratet. Mein Sohn Paul arbeitet bereits als Berufsanwärter in unserer Kanzlei mit.

Frustfreies Golf und laufendes Erleben großer und kleiner Erfolge genieße ich bewusst.

www.pippan-partner.com

Quellenangaben:

Anja Förster, Peter Kreuz: Alles, außer gewöhnlich. Provokante Ideen für Manager, Märkte, Mitarbeiter.
Brand 1, Heft 1, Januar 2014