Reflexion zum MiM-Lehrgang 2023/2024 – Susanne Kampitsch
Persönliche Reflexion
Im vergangenen Jahr hatte ich das Vergnügen, am Mama im Management Lehrgang teilzunehmen,
der mir nicht nur beruflich, sondern auch persönlich viele wertvolle Erkenntnisse gebracht hat. Dieser
Kurs hat mir geholfen, meine Ziele klarer zu definieren und neue Strategien für verschiedene
Lebensbereiche zu entwickeln. Hier sind einige der wichtigsten Learnings, die ich aus diesem Setting
mitgenommen habe:
1. Persönliche Erkenntnisse
Persönliche Standortbestimmung und Zielsetzung: Der Lehrgang hat mir gezeigt, wie wichig es
ist, regelmäßig eine persönliche Standortbestimmung vorzunehmen und Ziele in verschiedenen
Lebensbereichen wie Beruf, Weiterbildung, Gesundheit, Partnerschaft, Elternschaft und Finanzen
zu setzen. Diese Reflexion hat mir geholfen, meine Prioritäten neu zu ordnen und klarer zu sehen,
wohin ich mich entwickeln möchte.
Raum und Zeit für Gespräche: Ich habe gelernt, mir bewusst Raum und Zeit zu nehmen, um
meine Gedanken und Gefühle klar zu formulieren. Dies hat nicht nur meine Kommunikation
verbessert, sondern auch meine Beziehungen vertieft.
Träume verwirklichen: Ein Zitat von Marie Curie, das während des Lehrgangs erwähnt wurde, hat
mich besonders inspiriert: „Träume dir dein Leben schön und mache aus diesen Träumen
Realität.“ Diese Worte haben mich ermutigt, meine Träume ernst zu nehmen und aktiv daran zu
arbeiten, sie zu verwirklichen.
Investition in Weiterbildung: Eine wichtige Erkenntnis war, dass man mindestens 10 % seines
Jahreseinkommens in persönliche Weiterbildung investieren sollte. Diese Investition in sich selbst
zahlt sich langfristig aus und fördert kontinuierliches Wachstum.
Konflikte und Wünsche: Ich habe verstanden, dass Konflikte immer auf der Beziehungsebene
stattfinden und dass hinter jedem Vorurteil oder Vorwurf ein Wunsch steht. Diese Einsicht hat mir
geholfen, Konflikte besser zu verstehen und konstruktiver anzugehen.
Selbstbewusstes Auftreten: Der Lehrgang hat mir gezeigt, wie wichtig ein „Ready Stand“ als Basis
für ein selbstbewusstes Auftreten ist. Diese Haltung hilft mir, in verschiedenen Situationen
sicherer und überzeugender aufzutreten.
2. Berufliche Erkenntnisse
Künstliche Intelligenz (KI): Als Führungskraft ist es unerlässlich, sich mit dem Thema KI
auseinanderzusetzen. Der Lehrgang hat mir die Notwendigkeit sich hier zukunftsfit aufzustellen
verdeutlicht und allgemeine Möglichkeiten von KI im beruflichen Kontext angeschnitten.
Delegation: Eine effektive Delegation von Aufgaben ist entscheidend. Die Frage „Wer kann das
noch?“ hat mir geholfen, Aufgaben besser zu verteilen und mein Team effizienter zu nutzen.
Handbuch für mich selbst: Ein besonderer Impuls war der Tip im Team ein „Handbuch für mich
selbst“ zu erarbeiten, in dem jedes Teammitglied seine Bedürfnisse und Erwartungen in der
Zusammenarbeit festhält. Mit dem Ziel der klareren Kommunikation und noch besseren
Zusammenarbeit im Team freue ich mich bereits darauf diese Methode auszuprobieren.
Weibliche Führung: Die Qualitäten weiblicher Führung – Ruhe in der Krise,
Teamplayereigenschaft und Diplomatie – wurden im Lehrgang besonders hervorgehoben. Diese
Eigenschaften möchte ich weiterentwickeln und in meiner Führungsrolle integrieren.
Future Leadership: Eine zentrale Frage für zukünftige Führungskräfte ist: „Bist du als Mensch für
mich akzeptabel?“ Diese Frage betont die Bedeutung von Authentizität und Menschlichkeit in der
Führung.
3. Erkenntnisse zur Elternschaft
Positive Einstellung zur Pubertät: Als Muster habe ich mitgenommen, eine positive Einstellung
zur Pubertät meiner Kinder zu entwickeln. Ich freue mich darauf, zu sehen, zu welchen
Persönlichkeiten sie sich entwickeln, und bin neugierig auf diesen Prozess.
Familien-Jour-Fixe: Ein wöchentlicher Familien-Jour-Fixe bringt Klarheit und Struktur in den
Familienalltag. Diese regelmäßigen Sonntags-Treffen helfen nun auch in meiner Familie,
Orientierung zu geben, offene Themen zu besprechen und gemeinsame Lösungen zu finden.
Strategieanpassung: „Mehr vom selben, das nichts bringt, bringt nichts.“ Diese Erkenntnis hat
mich dazu motiviert, meine Strategien zu überdenken und bei Bedarf anzupassen, um bessere
Ergebnisse zu erzielen.
4. Der Wert des Austauschs in der Peergroup
Ein weiterer Aspekt, der den Lehrgang besonders bereichernd gemacht hat, war der Austausch in der
Peergroup. Der Dialog mit anderen Teilnehmerinnen hat mein Lernen enorm unterstützt. Durch den
Austausch von Erfahrungen und Perspektiven konnte ich neue Einsichten gewinnen und meine
eigenen Ansichten hinterfragen. Diese kollegiale Unterstützung hat nicht nur mein Verständnis
vertieft, sondern auch ein starkes Netzwerk geschaffen.
Über die Autorin
Mag.a Susanne Kampitsch ist 1985 in Klagenfurt geboren und aufgewachsen. Sie hat Wirtschaftspädagogik und später auch auszugsweise Philosophie und Psychologie, insbesondere Gruppendynamik, studiert und ist seither beruflich primär im Bereich Personalmanagement tätig. Dabei konnte sie Erfahrungen in der Unternehmensberatung, im Automotive-Bereich sowie im Sozial- und Gesundheitssektor sammeln. Seit 2014 leitet sie mit Karenzunterbrechungen das Personalmanagement der Diakonie de La Tour. In diesem Kontext beschäftigt sie sich intensiv mit Menschen, Gruppen und Systemen beziehungsweise Organisationen in allen personalrelevanten Fragestellungen.
Privat ist sie Ehefrau, Mutter von drei wunderbaren Kindern (Lena, 8; Matthias, 6; und Marie, 4) sowie Freundin von ganz besonders tollen Frauen, die sie sehr schätzt. Sie liebt Sport und Bewegung in der freien Natur, Lesen und Reisen. Ausschlafen am Wochenende zählt definitiv auch zu ihren persönlichen Highlights.
